Pontiac Trans Am: Modelle 1. bis 4. Generation

Oldtimerwissen: Preise, Bewertung & Interessantes zum Firebird

Rubrik: Oldtimer Youngtimer Autos

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Schwarzer Pontiac Trans AM von 1979. Ein ähnliches Modell wurde im Jahr 1978 von Burt Reynolds im Film: "Ein ausgekochtes Schlitzohr" gefahren.

 Photo credit: Crown Star Images on visualhunt.com




Modellgeschichte

Der Pontiac Trans Am ist ein Muscle Car des US-amerikanischen Herstellers General Motors (GM).

Gebaut wurde der Trans Am von 1967 bis 2002 in den Karosserievarianten Coupé und Cabriolet (convertible). Die erste Generation der Pontiac Firebirds wurde in Lordstown, Ohio hergestellt.

Markteinführung war am 27. Januar 1967. Das Schwestermodell, der Chevrolet Camaro folgte ebenfalls 1967 nur 5 Monate später.

Um den verschiedenen Zielgrupppen gerecht zu werden, wurde der Camaro als luxuriöses Pony Car mit V8-Motor hergestellt. Der Firebird wurde dagegen, als sportliches Muscle Car mit V6 und V8 Motoren konzipiert.

Beide Fahrzeuge basieren auf der F-Body Plattform. Eine von General Motors speziell für Muscle und Pony Cars entwickelte Trägerkonstruktion.

Einer der stärksten Konkurrenzmodelle des Firebird war der Ford Mustang. Das Pony Car war bereits seit 1964 verfügbar. Im Gegensatz zu Muscle Cars waren Pony Cars etwas leistungsschwächer, was die Motorleistung betrifft.

Die Verkaufszahlen des Firebird übertrafen alle Erwartungen. Allein im Jahr 1979 wurden 211.000 Firebirds verkauft. Der Firebird entwickelte sich schnell zu einem, der beliebtesten Sportwagen in ganz Nordamerika.


 Technische Daten

  • Hersteller: General Motors (GM) Pontiac
  • Fahrzeugmodell: Trans Am Firebird
  • Baureihe: Firebird 1. Generation
  • Fahrzeugklasse: Muscle Car
  • Herstellungszeitraum: 1967 bis 2002
  • Karosserievarianten: Coupé, Cabriolet
  • Motoren: Ottomotor 3,8 - 7,5 Liter V6,V8 (85–257 kW)
  • Hubraum: 3,8 - 7,5 Liter
  • Höchstgeschwindigkeit: 200 km/h (Trans Am 1970 ~ 7.5 l 7467 ccm 250 kW 340 PS)
  • Fahrzeuglänge: 4796 mm bis 4854 mm
  • Fahrzeugbreite: 1844 mm bis 1877 mm
  • Fahrzeughöhe: 1260 mm bis 1308 mm
  • Radstand: 2746 mm
  • Leergewicht: 1488–1600 kg
  • Konstrukteur: John Zachary DeLorean
  • Ausstattungsvarianten: Standard, Esprit (Luxusvariante), Formula, Trans-Am (Sportvariante)
  • Neupreis: 2666$ (1967 Firebird 6-Zylinder & 3-Gang Schaltung)
  • Baureihe-Vorgänger: Pontiac GTO Gran Turismo Omologato
  • Baureihe-Nachfolger: Firebird 2, 3, und 4. Generation

Pontiac Gutachten Online

Oldtimer Kurzgutachten

Marke:


  • Bewertung durch Sachverständige
  • Neutral und Unabhängig
  • Marktwert für Verkauf/Kauf oder Versicherung
  • Anerkannter Wertnachweis


Was bedeutet Pontiac?

Der Name Pontiac hat indianischen Ursprung. Pontiac war einst ein Häuptling der Ottawa-Indianer. Als Chief Pontiac hatte er in der Grenzregion zwischen den USA und Kanada, im 18. Jahrhundert Krieg gegen die damalige britische Kolonialmacht geführt.


Das Firebird Symbol

Ein sehr markantes Markenzeichen der Firebirds ist der Aufkleber auf der Motorhaube. Das Logo spiegelt damals wie heute den Namen des Autos wider. Es symbolisiert einen stilisierten Vogel mit weit geöffneten Flügeln. Der Vogel selbst ist schwarz, die Federn sind goldbraun gefärbt.

Pontiac nannte das Symbol schlichtweg "Trans AM Hood Decal". Das Hood Decal (zu deutsch: Motorhauben-Aufkleber) war erst für Fahrzeuge ab Baujahr 1973 verfügbar. Es konnte als Option (WW7) zusätzlich zur Fahrzeugfarbe für 55 US Dollar bestellt werden.


Was bedeutet der Name Firebird?

Der Name "Firebird" bedeutet übersetzt auf Deutsch: "Feuervogel".

Im Laufe der Jahre erhielt der "Feuervogel“ verschiedene Bezeichnungen. In den 70er Jahren waren Bezeichnungen wie Screaming Chicken (zu deutsch: schreiendes Huhn), Hood Bird (zu deutsch: Haubenvogel), Rising Phoenix (zu deutsch: aufsteigender Phönix) im Umlauf.



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Das "Trans Am Hood Decal" (Motorhauben-Aufkleber) war erstmals für Fahrzeuge ab Baujahr 1973 verfügbar.

 Photo credit: brando on flickr.com


Aus Pontiac wurde General Motors (GM)

Ein Blick in die Vergangenheit von Pontiac. Im Jahr 1908 fusionierten die beiden bis dahin selbstständigen Firmen Oakland Motor Company und Pontiac Spring & Wagon Works Company zur Oakland Motor Car Company. Ein Jahr später übernahm General Motors in zwei Schritten das neugegründete Unternehmen.


Erstes Auto von Pontiac

Das erste Fahrzeug von Pontiac war kein Firebird, sondern ein viel älteres Modell: Der Oakland Four von 1909. Danach folgten weitere Vorkriegsmodelle wie der Pontiac Series 402 Six. In den 50er Jahren waren es der Silver Streak Convertible und der Bonneville (Brougham).

Erste Firebird Prototypen

Die Entwicklung der Firebird Serie erfolgte bereits Anfang der 50er Jahre. Unter Federführung von General Motors und der General Motors Air Transport Section (GMATS) entstanden erste Prototypen.

Der Firebird I (XP-21) entstand 1953 und war eine Mischung aus Flugzeug und Auto mit Gasturbine. Im Jahr 1956 folgte der Firebird II (XP-43). Die Karosserie des Fahrzeugs bestand aus Titan und verfügte bereits über Scheibenbremsen.

Der Firebird III (XP-73) wurde 1959 vorgestellt. Das Fahrzeug basiert auf einer Fiberglas Konstruktion mit Gasturbine. Gesteuert wurde das Fahrzeug per Joystick.

Als letztes Modell der Prototypen folgte der Firebird IV (XP-790) im Jahr 1964. Es war ebenfalls wieder eine Mischung aus Flugzeug und Auto.

Die 60er Jahre wurden vor allem von den Modellen LeMans, Grand Prix, Tempest und Firebird geprägt. Vor Markteinführung des Firebird im Jahr 1967 brachte Pontiac zunächst, den GTO 1963 auf den Markt.

Der Pontiac GTO heizte den Trend zu Muscle Cars weiter an. GTO steht für "Gran Turismo Omologato". Mit seinen 389 Ci Motor kommt der GTO auf 325 PS. Mit Power Option sind es sogar 348 PS.


Was sind Pony Cars?

Pony Cars sind kleine Sportwagen. Vorwiegend sind es Coupé und Cabriolets mit V6 Motor.

Für junge Amerikaner waren die Pony Cars, eine preisgünstigere alternative zu den Muscle Cars. Namensgeber und gleichzeitig erstes Pony Car war der Ford Mustang von 1967.


Was sind Muscle Cars?

Muscle Cars sind Sportwagen mit besonders leistungsstarken Motoren.

Im Gegensatz zu den Pony Cars wurden Muscle Cars, oft schon ab Werk mit V8 Motoren ausgestattet. Gegenüber den Pony Cars waren Muscle Cars in der Anschaffung meist teurer.

Firebirds sind klassische Muscle Cars. Bereits die erste Generation verfügte über leistungsstarke Motoren. Ein Firebird von 1969 mit Ram Air IV V8 Motor kommt auf eine Leistung von 345 PS.

Weitere typische Muscle Cars sind: Der Dodge Charger, Pontiac GTO, Ford Gran Torino, Plymouth Road Runner, Plymouth Barracuda HEMI, Chevrolet Chevelle und Shelby Cobra.

Im Laufe der Zeit wurden die Grenzen zwischen Muscle Cars und Pony Cars zunehmend fließend. Auch bedingt durch ein angleichen von Motorleistung, Ausstattungen und Verkaufspreise.

Am beliebtesten waren Pony- und Muscle Cars im Zeitraum von 1960 bis etwa 1975. Hauptsächlich in den USA. Doch einige Muscle Cars schafften es auch nach Europa, England und Japan.

Als Revivals gibt es heutzutage viele Muscle Cars mit moderner Technik im Retro-Look zu kaufen. Doch gerade die alten Muscle Cars wie sind heute noch beliebte Fahrzeuge.



Preise & Preisentwicklung

Trans Am Preise

Aktuelle Marktpreise guter Zustand (Note 2) - Bewerta-Datenbank Stand: 01/2022

ModellPreis
Firebird Cabrios28.000 bis 33.000 Euro
Trans Am Coupé 1. Generation30.000 bis 35.000 Euro
Trans Am Coupé 2. Generation40.000 bis 45.000 Euro
Trans Am Coupé 3. Generation15.000 bis 20.000 Euro

Genauere Preise können per Oldtimer Gutachten oder Online per Kurzbewertung ermittelt werden.


Preisentwicklung

Insgesamt steigen die Firebird Preise. Die Höhe der Preisentwicklung ist u.a. abhängig vom jeweiligen Modell, Baujahr, Motorisierung, gebaute Stückzahl und weiteren Faktoren. Im Durchschnitt beträgt die Preissteigerung ca. 23% im Verlauf der letzten 5 Jahre.


Kaufinteresse

Sammler und Liebhaber von Muscle Cars gibt es weltweit. Die Käufer sind vorwiegend auf der Suche nach gut erhaltenen Fahrzeugen. Die Nachfrage ist im Herkunftsland USA am größten. Danach folgen Kanada, Mexiko und Deutschland.


Teuerster Trans Am

Am teuersten sind Sondermodelle, die in nur geringer Stückzahl produziert wurden.

Von den Käufern werden vor allem die Trans Am Modelle von 1967, 1972, 1977 und 1978 favorisiert. Denn in diesen Jahren wurden die Fahrzeuge zusätzlich durch diverse Film & TV Serien weltweit bekannt.

Dazu zählen Filme und Serien wie "Ein ausgekochtes Schlitzohr" mit Burt Reynolds und "Knight Rider" mit David Hasselhoff.


Firebird Auktionen

Ein Bandit Modell, dass in der Werbung zum Film "Smokey and the Bandits" zu sehen war, wurde frame-off restauriert und versteigert.

Das Höchstgebot bei der Barret Jackson (Scottsdale Auction 2022) waren 495.000.00 US-Dollar. Der Käufer kann sich über einen legendären Firebird SE von 1977 freuen.



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Die Trans Am Bandit und Formula Modelle aus dem Film (Smokey and the Bandits) mit Burt Reynolds.

 Photo credit: aldenjewell on visualhunt.com


Bei Kitterman Motors in Corydon, Indiana stand ein Trans AM jahrelang in der Ausstellung.

Auf dem Tacho des Trans Am 10th Anniversary Edition von 1979 mit W72 400cui V8 Motor und manueller 4-Gang Schaltung - gerade einmal 6 Meilen. Das Höchstgebot beim Auktionshaus Beckortauctions: 85.000 US-Dollar.


Neupreise

Wie viel kostete ein Firebird bei Neukauf? In der günstigsten Variante kostete ein Firebird (Modell 1967) mit 6-Zylinder und 3-Gang Schaltung 2666 US-Dollar (nach heutiger Kaufkraft 21391 $). Im Gegensatz dazu kostete ein Ford Mustang 2368 US-Dollar (nach heutiger Kaufkraft 19000 $).



neupreis pontiac trans am coupé 1968Pin

Die Neupreise für den Trans Am Firebird begannen bei etwa 2666 US-Dollar. Für dieses Modell verlangt der Händler 2781 US-Dollar.

 Photo credit: Alden Jewell on flickr.com


Pontiac Trans Am 1967-1969

1. Firebird Generation

Der erste Firebird wurde auf Basis der GM-Marke Chevrolet Modell Camaro 1967 gebaut.

Der Name Camaro ist abgeleitet von dem französischen Wort camarade (zu Deutsch: Freund/Kamerad).

Bei der Entwicklung des Firebird haben sich der Konstrukteur John Zachary Delorean und der Designer Jack Humbert, vom Design der damaligen Cola Flaschen inspirieren lassen.

Mit seinem V8-Motor war der Firebird gleichermaßen leistungsstark und preisgünstig.

Schon im ersten Jahr war das Modell ein durchschlagender Verkaufserfolg. Im Jahresrhythmus wurden die Fabrikate der ersten Generation überarbeitet.

Verbesserungen und Facelifts wurden auf die nachfolgenden Modelle übertragen. Die F-Body Basiskonstruktion wurde ebenfalls mit jeder neuen Generation weiter verbessert.


Firebird Modelle: 1967-1969

  •  1967 Pontiac Firebird 400 convertible
  •  1968 Pontiac Firebird convertible 400 Ram Air
  •  1969 Pontiac Firebird Trans Am

Besonderheit: Firebird von 1967

Am 27.01.1967 war offizielle Markteinführung des Firebird. Fahrzeuge dieses Baujahrs sind daher beliebt.




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Ein Trans Am Coupé von 1967 mit 5-7 Liter V8 Motor (1. Generation).

 Photo credit: Hugh Llewelyn on flickr.com




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Ein oranger Trans Am Cabrio von 1967 (1. Generation).

 Photo credit: sv1ambo-flickr.com




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Pontiac Firebird Air Ram 400 von 1968. Der L67 Motor hat eine Leistung von 325 SAE-PS.

 Photo credit: Sicnag on flickr.com




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Ein Camaro SS 396 von 1969. Unverkennbar: Das für Muscle Cars typische F-Body Chassis ist beim Firebird und Camaro identisch.

 Photo credit: Sicnag on visualhunt.com




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Cockpit Innenansicht: Pontiac Firebird erste Generation von 1967.

 Photo credit: Eric Friedebach on visualhunt.com


Pontiac Trans Am 1970-1981

2. Firebird Generation

Mit einem Touch von italienischem Design wurde die zweite Generation ausschließlich als Coupé gebaut.

Die vier Firebird-Modellversionen waren Base, Esprit, Formula und Trans Am.

Bedingt durch einen Gewerkschaftsstreik im Jahr 1972, waren neue Felgen (Bienenwaben-Muster), die einzig nennenswerte Verbesserung gegenüber dem Vorjahr. Firebirds der 2. Generation waren keine revolutionär neuen Modelle.

Das Design glich bis auf die neuen Felgen, dem Design der 1. Firebird Generation. Die V8-Motoren leisteten 250 bis 300 PS.

Der nordamerikanische Markt für Muscle Cars verzeichnete einen starken Einbruch. Die Firebird Käufer mussten sich mit dem begnügen, was angeboten wurde.


Firebird Modelle: 1970-1981

  •  Pontiac Firebird
  •  Pontiac Firebird Esprit
  •  Pontiac Firebird Trans Am
  •  Pontiac Firebird Formula
  •  Sondermodell: 50th Anniversary Limited Edition | Stückzahl 2590
  •  Sondermodell: 10th Anniversary Trans Am (TATA) Limited Edition | Stückzahl 7.500
  •  Sondermodell: Turbo Trans Am Indianapolis Pace Car Limited Edition | Stückzahl 5.700
  •  Sondermodell: Turbo Trans Am Daytona 500 Pace Car Limited Edition | Stückzahl 2.000
  •  Sondermodell: Fire Am Firebird American | Stückzahl 200
  •  Macho Trans Am | Stückzahl 400

Die Highlights der 2 Firebird Generation waren die Sondermodelle und Limited Editions.

Allen voran die Nascar, Daytona und Indianapolis Pace Cars und die 50th Anniversary Limited Edition.

Das Design der 50th Anniversary Limited Edition ist besonderes beeindruckend.

Schwarzer Lack mit goldenen Firebird auf der Motorhaube. Dazu stimmig goldene Akzente an Front, Räder und Scheinwerfer-Einfassungen.


Besonderheit: Trans Am von 1972

Das Jahr 1972 ist für Firebird Oldtimer Fans ein besonderes Jahr. In diesem Jahr wurde gestreikt und nur 1.268 Fahrzeuge produziert.

Davon 458 Fahrzeuge mit manuellen Schaltgetriebe. Aufgrund der geringen Stückzahl sind Firebirds von 1972 seltene und beliebte Oldtimer.


Besonderheit: Trans Am von 1978

Ende der 70er wurde der Trans Am durch den Kinofilm "Ein ausgekochtes Schlitzohr" (Smokey and the Bandit) mit Burt Reynolds zum Kultauto. Fast jeder Muscle Car Fan wollte in Nordamerika einen Bandit fahren.



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Firebird 400 von Baujahr 1975 in weiss.

 Photo credit: Eric Friedebach on flickr.com




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Zum 10 jährigen Firebird-Jubiläum: Der Trans Am von 1979 mit 6,6 Liter Motor 162kW/220 SAE-PS. Beschleunigt von 0 auf 100 km/h in 6,9 Sekunden. Höchstgeschwindigkeit: 215 km/h. Mit 211.453 gebauten Fahrzeugen - die erfolgreichste Modellversion.

 Photo credit: Marcus Balcher on flickr.com




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Innenraum und Cockpit eines Trans Am von 1975. Die Konsole in Metall mit eingeschraubten Anzeigen wie im Flugzeug Cockpit.

 Photo credit: Eric Friedebach on visualhunt.com


Pontiac Trans Am 1982-1992

3. Firebird Generation

Mit der dritten Generation änderte sich nicht nur das Exterieur, sondern auch der Preis deutlich nach oben.

Der Einstiegs- und Basispreis lag nun bei knapp 8.000 $ US. Die Karosserie mitsamt neuer Glasheckklappe war 100 kg leichter. Neu waren auch die Klappscheinwerfer und Cockpit-Instrumente. Diese waren im Stil eingeschraubter Anzeigen, wie in der Concorde oder im Learjet verbaut.

Das Motorenangebot reichte von 2,5 bis 5,7L Hubraum. Der schwächste Motor erreicht 91 PS. Der stärkste Motor kommt auf 247 PS.

In der dritten Generation waren wieder Cabriolet und Coupé verfügbar. Vier schwarze Firebird waren der werbewirksame Eyecatcher, in der US-amerikanischen Action- und Krimi TV-Serie Knight Rider.

Das in der Serie als K.I.T.T. bezeichnete Fahrzeug, war ein optisch "aufgemotzter" und mit zusätzlichen Luftschlitzen ausgestatteter Firebird.

Der Serienheld Michael Knight begab sich mit seinem sprechenden Auto K.I.T.T. auf Verbrecherjagd.

Der weltweite Erfolg dieser Fernsehserie übertrug sich auf den Firebird. Von dem 1982er Modell wurden gut 116.000 Stück gebaut. In den Export gingen davon aber nur 206 Fahrzeuge.


Firebird Modelle: 1982-1992

  •  Pontiac Firebird Base
  •  Pontiac Firebird Formula
  •  Pontiac Firebird S/E
  •  Pontiac Firebird Trans Am Convertible
  •  Pontiac Firebird Trans Am Trans Am Coupé

Das sportlichste und leistungsstärkste Modell der 3 Generation war der GTA. GTA (steht für: Gran Turismo Americano) - das Fahrzeug kommt mit seinem 5,7 Liter Motor auf eine Leistung von 225 SAE-PS.

Das 1585 kg leichte Coupé erreicht in 6,8 Sekunden (0-60 Meilen) 96 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei über 225 km/h. Das Fahrzeug wurde mit einer viel zahl an Sonderausstattungen ausgestattet.

Der GTA erhielt Sportsitze mit elektrisch verstellbaren Lehnen und Lordosen-stützen. Digitale LCD-Anzeigen, Scheibenbremsen, WS6 Fahrwerk und Gasdruckstoßdämpfer.

Räder und Bereifung: 16 Zoll Leichtmetallräder in BBS-Look und in Goldfarben lackiert. Mit 8 Zoll breiten Goodyear-Eagle "Gatorbacks Reifen" (Größe 245/50 VR 16).




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Anfang der 80er Jahre werden die Karosserieformen zunehmend runder: Firebird Trans Am Turbo 4,9 Liter von 1980.

 Photo credit: Sicnag on flickr.com




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K2000 K.I.T.T. (Knight Industries Two Thousand). 1982 Trans Am ähnlich wie das Filmauto in der Serie "Knight Rider" mit David Hasselhoff.

 Photo credit: MIC on flickr.com




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Ein blauer Pontiac Trans Am von Baujahr 1984.

 Photo credit: GPS 56 on flickr.com


Pontiac Trans Am 1993-2002

4. Firebird Generation

Die vierte war auch gleichzeitig die letzte Generation. Der Firebird wurde von Grund auf neu entwickelt. Das zeigte sich an der deutlich runderen und moderneren Karosserie. Das Facelift: Eine neue Frontpartie, neue Heckleuchten und ein integrierter Spoiler.

Die Dimensionen der Karosserie wurden etwas größer. Zur Serienausstattung zählten nun ABS sowie Fahrer- und Beifahrerairbag. Die Modelle Formula, Trans Am erhielten an allen Rädern Scheibenbremsen. Eine Zentralverriegelung war gegen Aufpreis verfügbar.

Bei den Motoren setze man weiterhin auf Ottomotoren mit einem Hubraum von 3,4 bis 5,7 Liter (109–242 kW). Die Modelle Trans Am und Formula wurden mit manuellen 6-Gang Getriebe ausgerüstet.

Zur Jahrtausendwende wurde komplett auf Fahrzeugänderungen verzichtet. Zur Wahl standen der V6 3,8L Motor mit 200 PS sowie V8 5,7L Motoren mit 305, 320 und 335 PS. Einzig nennenswerte Neuerung war die Verankerung für einen Kindersitz.

Die Preise für die ersten Firbirds der 4. Genration lagen bei ca. 14.500 Dollar. Die verkaufte Stückzahl der 4. Generation (Zeitraum 1993-2002) waren 320.257 Fahrzeuge. Da die Verkaufszahlen zu niedrig waren, zeichnete sich das baldige Ende der Firebird Ära ab.

Sowohl der Firebird, als auch der Camaro basieren auf einer F-Body Konstruktion. Nach 30 Jahren waren Bodengruppe, Fahrwerk und Chassis weitgehend überholt. Für eine fünfte Generation hätte das Basiskonstrukt komplett neu konstruiert werden müssen.

Die Kosten für eine Neuentwicklung waren hoch. Auch der Verkaufserfolg einer 5. Firebird Generation erschien unwahrscheinlich.

Diese Situation bedeutete das endgültige Produktions-Aus sowohl für den Firebird, als auch für das Modell Camaro. Die Marke Pontiac und das Firebird Logo wurden bei GM weitergeführt.


Firebird Modelle: 1993-2002

  •  Pontiac Firebird Base
  •  Pontiac Firebird Formula
  •  Pontiac Firebird Formula Coupé
  •  Pontiac Firehawk Coupé (Umbau: SLP Engineering)
  •  Pontiac Firebird Collector's Edition 30th Anniversary Firebird (CE)



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Pontiac Trans Am von Baujahr 1997.

 Photo credit: Greg Gjerdingen on flickr.com




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Pontiac Firehawk von 2001.

 Photo credit: Greg Gjerdingen on flickr.com


Firebird letztes Modell

Im Jahr 2002 wurde als letztes Fabrikat, das gelb-farbige Sondermodell CE, Collector’s Edition "30th Anniversary Firebird" herausgebracht.


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Das letzte Modell der 4. Firebird Generation gabs nur in gelb. 2002 Collector's Edition 30th Anniversary Firebird mit den typisch schwarzen 17" Leichtmetallfelgen und schwarzen Streifen. Seltenes Modell - insgesamt wurden davon nur 2.390 Stück gebaut (Cabrio & Coupé eingeschlossen).

 Photo credit: Greg Gjerdingen on flickr.com


2010 – Ende der Marke Pontiac

Gut hundert Jahre nach der Firmengründung meldete General Motors im Juni 2009 nach Chapter 11 des US-amerikanischen Insolvenzrechtes die Unternehmensinsolvenz an.

GM wurde teilweise verstaatlicht und kehrte anderthalb Jahre später unter demselben Namen an die Börse zurück.

Im Zuge einer mit der Insolvenz verbundenen Umstrukturierung des gesamten Marken- und Modellprogramms wurde die Traditionsmarke Pontiac zum Ende des Jahres endgültig 2010 aufgegeben.


Trans AM Depot

Im Jahre 2012 schlug die Stunde des US-amerikanischen Automobilbauers Trans AM Depot. Dieser kaufte die Nutzungsrechte an dem Namen Firebird sowie an dem Pontiac Logo.

Gemäß dem Vertrag übernahm Depot neue Fahrzeuge der GM-Marke Chevrolet. Der Camaro und Firebird wurde buchstäblich in alle Basiskomponenten zerlegt. Aus den besten und bestbewährten Komponenten entstanden individuell neu gefertigte und modernisierte Fahrzeuge.

Zu den bekanntesten Fabrikaten gehören die 6T9-Version Trans AM, 6T9 GTO, 7T7 Trans AM und in limitierter Auflage der Trans AM Hurst.




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Trans Am Super Duty ausgestellt bei der New York International Auto Show (NYIAS). Die Firma Trans Am Depot (Trans Am Worldwide) aus Florida ist für seine coolen Umbauten weltweit bekannt. Als Chassis Basis dienen Chevrolet Camaro, die zu neuen Firebird umgebaut werden.

 Photo credit: Nan Palmero on flickr.com


2020er Jahre

Zu Beginn der 2020er-Jahre schließt sich der Kreis von General Motors, Trans AM Depot mit Unternehmenssitz in Tallahassee im US-Bundesstaat Florida und dem Pontiac Firebird.

Trans AM Depot ist mittlerweile weltbekannt und berühmt für seine Restaurierung von GM-Fahrzeugen der Marke Pontiac.

Die US-Firma bringt einen neuen, das heißt eigenen Pontiac Firebird auf den Markt. Das Modell basiert nicht auf dem früheren Pontiac, sondern auf dem Camaro SS-Rahmen der Marke Chevrolet.

Das Ergebnis wird allerdings kein Camaro, sondern ein lupenreiner Firebird sein – wahlweise mit einem V6 3,8L oder einem V8 6,6L Motor mit 220 respektive 340 PS.

Der neue Firebird ist ab/seit 2021 erhältlich – unerwartete Verzögerungen inklusive. Verfügbar ist das Fahrzeug zunächst nur exklusiv für den US-Automarkt.


Firebird TV-Filme & Serien

Amerikanische Muscle und Pony Cars sind mit der US-Filmindustrie eng verbunden. In vielen Filmen und in amerikanischen TV-Serien spielen Pony und Muscle Cars eine große Rolle. Davon profitierte auch GM mit seinem Firebird.

1970er Jahre: Der US-amerikanische Schauspieler James Garner fährt in der US-amerikanischen Krimiserie "Detektiv Rockford" einen Firebird Esprit.

1973: Der US-amerikanische Schauspieler Chuck Norris fährt in dem Actionfilm "Der Gigant" einen roten 1973er Firebird.

1974: Der US-amerikanische Schauspieler John Wayne fährt in dem Kinofilm "McQ schlägt zu" einen grünen Firebird von 1973.

1979: Für den US-amerikanischen Boxerfilm "Rocky 2" kauft der Schauspieler Sylvester Stallone einen schwarzen 1979er Firebird.

1982: In dem Kinofilm "Ein ausgekochtes Schlitzohr" (Smokey and the Bandit) fährt der US-amerikanische Schauspieler Burt Reynolds einen Pontiac Trans AM von 1978.

1982: In der US-amerikanischen TV-Serie "Knight Rider" fährt der US-amerikanische Schauspieler David Hasselhoff einen Trans AM von 1982. Das Fahrzeug verfügt über eine künstliche Intelligenz namens K.I.T.T.

2003: Ein schwarzer Firebird von 1967 wurde im SciFi/Film "Matrix Reloaded" von Niobe gefahren.


Clubs & Foren

Rund um den Firebird gibt es weltweit eine viel zahl an Clubs, Vereine und Foren.

National Firebird & Trans AM Club

Es ist Nordamerikas ältester Club für alle Firebird, GTA und Formula Modelle. Angeboten werden Informationen von A-Z. Infos und Tipps zur Restaurierung. Technische Informationen und Hilfe bei der Beschaffung von Ersatzteilen. facebook.com/firebirdclub (englische Sprache)

Swiss Firebird

Der Schweizer Firebird Club besteht seit 1978. Angeboten werden eine Clubzeitung, Erfahrungsaustausch und regelmäßige Treffen. swiss-firebird.ch

Camaro Club Deutschland e.V.

Im 1. Camaroclub Deutschland e. V. können nicht nur Camaro Besitzer Mitglied werden. Es ist ein markenoffener Club für alle Besitzer oder interessierten von US-Cars. Angeboten werden regelmäßige treffen und Erfahrungsaustausch zu amerikanischen Autos. camaroclub.de

F-Body Forum

Im F-Body Forum finden Besucher Informationen zu US Autos auf Basis der F-Body Plattform. Die Rubriken: Anleitungen, Kaufberatung, Fahrzeugpflege und Restaurationsberichte. f-body-forum.de

US-Cars Forum

Forum für US Cars der Marken Pontiac, Chryler, Chevrolet, Plymouth, Dodge und mehr. Infos und Problemlösungen zu Fragen hinsichtlich Motor, Getriebe, Elektronik und Fahrwerk. us-cars-forum.de