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Der GAZ-69 Geländewagen

Übersicht: Zivile & Militärische Versionen

Der Russische Jeep (газ 69 gas 69)

Rubrik: Oldtimer Youngtimer Autos

Letzte Aktualisierung:

Gaz-69

Das russische Pendant zum Jeep. Der Gaz 69 mit Leinwanddach, Zusatzscheinwerfer und Allradantrieb.

 Photo credit:granada_turnier 'Gaz 69' on flickr.com CC BY 2.0 DEED Attribution 2.0 Generic


Modellgeschichte

Der GAZ-69 ist ein Geländewagen mit Allradantrieb, der als sowjetische Variante des Jeeps gilt. Die Entwicklung des Fahrzeugs begann nach dem Krieg. Als Inspiration wurde unter anderem der US-amerikanische "Willis" Jeep verwendet.

In den Jahren 1947 und 1948 wurden die ersten Prototypen angefertigt. Im Jahr 1951 folgte ein viertüriger Prototyp für die Modellvariante GAZ-69A.

Der sowjetische Geländewagen wurde von Anfang an in zwei Modifikationen angefertigt. Das Grundmodell GAZ-69 diente auch militärischen Zwecken, während der GAZ-69A mehr Komfort bieten sollte.

In späteren Jahren entstanden auch weitere Modellvarianten mit einem verbesserten Motor oder einer abgeschirmten Elektrik.

Im Jahr 1953 begann die Serienproduktion des GAZ-69 im Gorki-Automobilwerk. Der Produktionsbeginn hatte sich verzögert, da die Fertigung als militärisch relevant eingestuft wurde und besondere Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden mussten.

Ab 1957 fertigte auch ein rumänischer Fahrzeughersteller das Automobil in Lizenz an. Eine weitere Lizenz ermöglichte ab 1962 auch die Anfertigung der Fahrzeuge in Nordkorea.

Nach einem Herstellerwechsel waren baugleiche Modelle auch als UAZ-69 bekannt. Der GAZ-69 wurde im Volksmund auch "Ziege" genannt.

Die Serienproduktion fand von 1953 bis 1975 statt. Ein Export in zahlreiche Länder fand in diesem Zeitraum ebenfalls statt.


 Technische Daten

  • Hersteller: GAZ (Gorkowski Awtomobilny Sawod)
  • Fahrzeugmodell: 69
  • Fahrzeugklasse: Geländewagen, Kübelwagen
  • Modellvarianten: GAZ-69A, GAZ-69E, GAZ-69M, GAZ.69AM, GAZ-69-98
  • Herstellungszeitraum: 1953-1972
  • Produktionszahlen: 60.000
  • Ottomotoren: 40 kW / 55 PS - Hubraum/Liter: 2,12 Liter
  • Höchstgeschwindigkeit: 90 km/h
  • Fahrzeuglänge: 3.850 mm
  • Fahrzeugbreite: 1.850 mm
  • Fahrzeughöhe: 2.030 mm
  • Radstand: 2.300 mm
  • Leergewicht: 1.525 kg
  • Kraftstoffverbrauch: 14 L/ 100 km
  • Konstrukteur: G. M. Wassermann (und das Designerteam des Automobilwerks Gorki: F.A. Lependin, G.K. Schneider, B.N. Pankratov, S.G. Zislin, V.F. Filyukov, V.I. Podolsky, V.S. Soloviev)
  • Baureihe-Vorgänger: GAZ-67
  • Baureihe-Nachfolger: UAZ-469

Oldtimer Kurzbewertung

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Marke:


  • Bewertung durch Sachverständige
  • Neutral und Unabhängig
  • Marktwert für Verkauf/Kauf oder Versicherung
  • Anerkannter Wertnachweis


Vorgängermodell GAZ-67

Das Vorgängermodell war der GAZ-67 und der verbesserte GAZ-67B. Ebenso wie der GAZ-69 gehörte der GAZ-67 zu den ersten sowjetischen Geländewagen.

Der Wagen wurde von 1943 bis 1953 in Serie produziert. Mehrzweck-Militärfahrzeuge verfügten über einen Allradantrieb und einen leistungsstarken Motor, der für seinen Nachfolger noch einmal überarbeitet wurde.

Als Nachfolger der GAZ-67-Modellreihe verfügte der GAZ-69 über verschiedene Verbesserungen und Modifikationen. Ein verbesserter Motor und eine bessere Geländegängigkeit erhöhten die Einsatzmöglichkeiten des Fahrzeugs. Besonders die GAZ-69A Modellvariante konnte auch mit mehr Komfort überzeugen.


GAZ-67

Das Vorgängermodell GAZ-67 hatte noch einen etwas schwächeren Motor.

 Photo credit: Konstantin Govorov 'GAZ-67' on flickr.com CC BY-ND 2.0 Deed Attribution-NoDerivs 2.0 Generic


Nachfolgemodell UAZ-469

Der UAZ-469 ersetzte den GAZ-69 in den 1970er-Jahren. Die ersten Prototypen für das Automobil wurden allerdings bereits 1961 angefertigt. Die Serienproduktion des UAZ-469 begann 1972 und wurde bis 2003 fortgeführt.

In diesem Zeitraum fertigte der Automobilhersteller zahlreiche Modellvarianten an.

Der UAZ-469 ist ein funktionales Geländefahrzeug, dass für die verschiedensten Zwecke genutzt wurde. Die Stärken seines Vorgängers baute das Automobil noch weiter aus.

Das abnehmbare Dach aus Leinwand konnte durch ein festes Dach ersetzt werden. So wurde der UAZ-469 sowohl militärisch als auch zivil genutzt.


UAZ-469

Ein UAZ-469 mit Tarnnetz. Dieses Fahrzeug konnte sowohl für militärische, als auch zivile Zwecke eingesetzt werden.

   Photo credit: Andrew Bone 'UAZ 469 (1972-73)' on flickr.com CC BY 2.0 DEED Attribution 2.0 Generic


Herstellungszeitraum & Stückzahlen

Der GAZ-69 wurde von 1953 bis 1972 in Serie produziert. Nach einem Herstellerwechsel wurden baugleiche Fahrzeuge auch unter dem Namen UAZ-69 verkauft. Seit 1957 fertigte der rumänische Hersteller den GAZ-69 in Lizenz an.

Diese Fahrzeuge waren als IMS57 und M59 bekannt. Eine weitere Lizenz für die Produktion ermöglichte seit 1962 in Nordkorea die Anfertigung des Kaensaeng-68.

Während des etwa 20 Jahre umfassenden Produktionszeitraums wurden ungefähr 60.000 Fahrzeuge hergestellt. Darunter befanden sich zahlreiche Modifikationen und modernisierte Versionen des Grundmodells.

Diese Modifikationen ergänzten das Grundmodell mit einem leistungsstärkeren Motor, zusätzlichen Seitenfenstern und anderen Neuerungen.

Von den 60.000 Fahrzeugen wurde etwa die Hälfte weltweit verkauft und exportiert. Auch Ersatz- und Tuningteile sind im Verkauf erhältlich, so kann das Fahrzeug auch heute noch auf den Straßen eingesetzt werden.


Modellvarianten

Der GAZ-69 wurde von Anfang an in zwei verschiedenen Modifikationen angefertigt. Das Grundmodell diente vor allem militärischen Zwecken. Das zweitürige Automobil verfügte über insgesamt acht Sitzplätze, die auf drei Banken verteilt wurden. Ein zweiter Kraftstofftank ermöglichte das Mitführen von zusätzlichem Kraftstoff.

Der GAZ-69A diente landwirtschaftlichen, militärischen und repräsentativen Zwecken. Er sollte mehr Komfort bieten als das Grundmodell. Dafür verfügt der Wagen über fünf Sitze, Ersatzreifen und einen Kofferraum.

Zusätzlich wurde noch eine Variante mit grösserer Ladefläche gebaut. Im Gegensatz zu dem Grundmodell besitzt ein GAZ-69A nur einen Kraftstofftank. Zusätzlich verfügt das Automobil über ein falt- und abnehmbares Leinwanddach.

Von 1953 bis 1975 wurde der GAZ-69 in vielen verschiedenen Modifikationen gefertigt. Auch modernisierte Varianten gingen in Produktion. Dazu gehörten unter anderem der GAZ-69E und der GAZ-69M.

Der GAZ-69E verfügt über eine abgeschirmte Elektronik. Im GAZ-69M wurde ein leistungsstärkerer Motor verbaut, der über eine Nennleistung von 65 PS und einen Hubraum von 2,4 Litern verfügte.

Auch der GAZ-69AM verfügte über einen leistungsstärkeren Motor als das Grundmodell. Eine weitere Modellvariante stellte der GAZ-69-98 dar, der mit zusätzlichen Seitenfenstern ausgestattet wurde.

Hersteller in Rumänien und Nordkorea fertigten Modellvarianten des GAZ-69 in Lizenz an. In Rumänien wurde das Fahrzeug seit 1957 als IMS57 und M59 hergestellt. In Nordkorea erfolgte die Produktion des Kaensaeng-68 seit 1962.


GAZ-69a

Die Einsatzmöglichkeiten des Gaz-69a waren vielfältig. Zivil in der Landwirtschaft, als kleiner Lastwagen oder militärisch.

 Photo credit: Richard Allen '017 - GAZ 69A' on flickr.com CC BY 2.0 DEED Attribution 2.0 Generic



GAZ-69m

Ein stärkerer Motor kam beim GAZ-69M von 1957 zum Einsatz. Dieser erreicht 65 PS bei 2,4 Liter Hubraum.

 Photo credit: Rutger van der Maar '1957 GAZ-69M (ГАЗ-69)' on flickr.com CC BY 2.0 DEED Attribution 2.0 Generic


Motor & Technik

Der GAZ wurde während seiner Herstellungszeit mit einem Vierzylinder-Reihen-Ottomotor ausgestattet. Der Motor verfügt über eine Nennleistung von 55 PS oder 40 kW. Mit einem maximalen Drehmoment von 127 Nm kann das Fahrzeug Geschwindigkeiten von bis zu 90 km/h erreichen.

Dabei verbraucht der GAZ-69 etwa 14 L pro 100 km. Durch einen zweiten Kraftstofftank mit einer Kapazität von 28 Litern, kommt das Fahrzeug auf insgesamt 75 Liter Treibstoff. Die Kraftstoffkapazität des GAZ-69A liegt bei 47 L.

Das Grundmodell GAZ-69 verfügt über eine zweistufige Geländeuntersetzung und eine Einscheiben-Trockenkupplung. Das dreistufige Getriebe ähnelte dem Getriebe des HAZ-M20 Probeda. Das mechanische Getriebe verfügte über drei Gänge mit einem unsynchronen ersten Gang.

Alle technischen Daten gelten für das Grundmodell. Die Abweichungen zwischen anderen Modellvarianten sind allerdings nur geringfügig.



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Quellen: https://de.wikipedia.org/wiki/Gorkowski_Awtomobilny_Sawod